Nachlasszeugnis und Haus - Home-Nachlasszeugnis

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Nachlasszeugnis und Haus

Nachlasszeugnis
Brauch ich für die Grundbuchberichtigung einen Nachlasszeugnis?
Normalerweise verlangt das Grundbuchamt zum Erbnachweis einen Erbschein oder ein Nachlasszeugnis, § 35 GBO. Dann berichtet das Grunbuchamt das Grunbuch - etwa in dem es die Erben / Testamentsvollstrecker einträgt.  Allerdings reicht auch die Vorlage eine notariellen Testaments samt Eröffnungsvermerk, § 35 Abs. 1 S. 2 GBO.
Allerdings hilft das notarielle Testament in vielen Fällen allein nicht weiter, wenn

  • die Erben nicht namentlich benannt sind „Abkömmlinge“
  • weitere Erben hinzugekommen sind „noch etwaige geborene Kinder“
  • der Erbvertrag einen freien Rücktrittsvorbehalt enthält
  • der Nacherbfall nicht bei Tod, sondern bei anderen Umständen eintritt
  • bedingte Erbeinsetzung (Wiederheirat, Pflichtteilsstrafklausel)
  • privatschriftlicher Widerruf des notariellen Testaments
  • widersprechenden notariellen Testamente

Hier kann dann gegebenenfalls durch Personenstandsurkunden und eidesstaatliche Versicherung Abhilfe geschaffen werden.


dingliche Vermächtnisse / dingliche Erbauseinandersetzung



Liegen dingliche Vermächtnisse bzw. ein dinglich wirkende Erbauseiandersetzung vor, wird zusätzlich erforderlich sein, dass hierüber dem Grundbuchatm öffentliche Urkunden über die Vermächtniserfüllung bzw. die Nachlassauseinandersetzung vorgelegt werden müssen. 

Todesnachweis mit Nachlasszeugnis



Beim Grundbuchamt kann auch mit dem europäischen Nachlasszeugnis die Löschung unvererblicher gindlicher Rechte beantragt werden. Ein gesondere Todesnachweis durch Vorlage der Sterbeurkunde ist dann nicht erforderlich.
Überweisungszeugnis - eine Alternative?
Die Kosten eines Erbscheins/Nachlasszeugnisses kann man sich auch dann sparen, wenn ein gerichtliches Überweisungszeugnis nach § 36 GBO reicht. Dann wird lediglich eine 1,0 Gebühr nach KV Nr. 12210 GNotKG aus dem Wert des Grundstücks angesetzt (§ 41 GNotKG).
Dem Nachlassgericht muss dann aber auch die Erbfolge (wie beim Erbschein) nachgewiesen werden – samt der eidesstaatliche Versicherung und der sich anschließenden formwirksam erklärten Erbauseinandersetzung-, Vorausvermächtniserfüllungs-, Abschichtungs- oder Erbteilungsübertragungsvorgänge.
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü